Abrudern 2013


Erstmalig fand das Abrudern an einem normalen Samstag statt, nämlich am 12. Oktober 2013. Die Ideen, die dahinter standen, waren folgende: Das vorherige Wochenende mit dem Feiertag würden viele zu einem Kurzurlaub mit der Familie nutzen, und samstags ist eh Ruderbetrieb, da kommen die Leute eher. Doch weit gefehlt: Bei kühlem Wetter und wolkenverhangenem Himmel fanden sich gerade mal 30 Mitglieder ein, um die Rudersaison mit der Vereinsregatta offiziell zu beenden.

Als ob das nicht traurig genug war, nein, es blieben auch Ruderer fern, die sich vorher für Rennen der Vereinsregatta eingetragen hatten.

So fanden nur drei Rennen statt, nämlich der im letzten Jahr ausgefallenen AH-Pokalvierer, der Kuchenvierer und der Mixedzweier. In allen Rennen gingen 2 Boote an den Start.

Den Anfang machte der Pokalvierer. Beide Mannschaften hatten sich viel vorgenommen und so sahen die Zuschauer von Beginn an ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen über die gesamte Renndistanz. Selbst beim Zieleinlauf lagen die Boote gleichauf; auch das Schiedsgericht war sich einig: Das war ein totes Rennen. Das hatte es in der Geschichte der MRGR auch noch nicht gegeben. So freuten sich in der Brotworscht Bernhard Tunkl, Alexander Svoboda, Fritz Brindley, Ulli Pannewitz und Steuerfrau Marianne Lenort genauso wie in der Kurpfalz Volker Franz, Jörg Fischer, Manfred Würbel, Detlef Ostheimer und Steuerfrau Jutta Skubatz darüber, dass ihre Namen den Pokal im Jahre 2013 zieren werden.

Der Kuchenvierer geriet dagegen zu einer klaren Angelegenheit für das Boot Brotworscht in der Besetzung Bernhard Tunkl, Alexander Svoboda, Hilde Liedloff, Jutta Skubatz und Steuerfrau Marianne Lenort. Sie legten einen gelungenen Start hin und bauten den Vorsprung bsi ins Ziel kontinuierlich aus. So blieb dem Boot Kurpfalz mit Jörg Fischer, Manfred Würbel, Brigitte Sorg, Ulli Pannewitz und Steuerfrau Annette Koob neben dem zweiten Platz nur das Gefühl, gut gekämpft zu haben.

Ebenso einseitig verlief der Mixed-Zweier: Obwohl es lange Zeit danach aussah, als könnten Christa Wilhelm-Buhlmann und Detlef Ostheimer Manfred Würbel und Jutta Skubatz Paroli bieten, so lagen sie am Ende doch etwas mehr als eine Länge zurück.

Ob des kühlen Wetters waren die meisten froh, in der Halle bei Kaffee und Kuchen Zuflucht suchen zu können. Das Kuchenbüffet war sehr großzügig, und so fanden alle etwas für ihren Geschmack, ehe der Vorsitzende Jörg Fischer zur Siegerehrung schritt.

Zum Abschluss gab es den obligatorischen Bierachter, der in diesem Jahr zu einem Biersechser mutiert war. Hatte letztes Jahr ein Mitglied aus dem staatlichen Gesundheitswesens auf der Trinkbremse gestanden, so war es dieses Jahr ein Vertreter des Beamtentums, der einen neuen Negativrekord anstebte: Mannschaft 1 war bereits fertig, da schlürfte der verbeamtete Starttrinker von Mannschaft 2 immer noch genüßlich an seinem Gerstensaft. Die Lehre daraus lautet: Dieser Mann muss ins Trainingslager, sonst wird er nie ein brauchbarer Ruderer (oder wir müssen die Aufnahmekriterien verschärfen).

Gegen 18 Uhr löste sich die Veranstaltung auf und es bleibt die Frage, was anders gemacht werden muss, um dieser Veranstaltung wieder den Stellenwert zu verschaffen wie früher.