Rudercamp in Sarnen


Etwa 25 km hinter Luzern liegt das Dorf Sarnen im Kanton Obwalden mit seinem schönen Sarner See umgeben von einer faszinierenden Bergwelt, die sich uns von Neuschnee weiß verzuckert zeigte.

Bereits am Mittwoch waren die Boote in Mannheim mit vereinten Kräften abgeriggert und verladen worden. Kurt und Bernhard transportierten dankenswerter Weise den Anhänger in die Schweiz, sodass am Samstag mit dem Zusammenbau begonnen werden konnte. Leider mussten wir auf die Kurpfalz verzichten, da hier die passenden Ausleger zu Hause geblieben waren. Trotzdem starteten wir bei frischen Temperaturen zu einer ersten Testfahrt.

Ab Sonntag war die Rudergruppe mit 15 Personen vollständig in Sarnen angekommen. Unser Frühstücksraum bot Ausblick auf Bienenstöcke und auf Lämmer, die bei ihrer Mutter sehr intensiv nach Muttermilch suchten. Nach einem stärkenden Frühstück und einer kurzen Einweisung wurden die Boote von Thomas, unserem Fahrtenleiter, verteilt und bei immer noch bedecktem Himmel ging es aufs Wasser. Schon nach einer halben Stunde kamen Wellen auf, die den Rennbooten einiges abverlangten. Aber alle schlugen sich tapfer, schließlich sind wir Rhein erfahren.

Nach der Mittagspause, die zum Ausruhen, Wandern oder Radfahren genutzt wurde, trafen wir uns um 17 Uhr zur Lagebesprechung. Die Wellen hatten noch nicht nachgelassen und wir beschlossen, eine Spritztour nach Luzern zu machen. Da am Sonntag nur Window Shopping möglich war, wurde die Idee auch von nicht Einkaufswilligen unterstützt.

Bei unserer Rückkehr trafen wir Hilde vor der Tür an, sie war nach Ihrem Abendspaziergang ausgesperrt. Wer den Code nicht kennt, den bestraft das Leben. Diesmal war Hilde froh uns zu sehen.

Auch am Montag war das Wetter nicht so schön wie erwartet, aber es war fast windstill. Der Wind frischte zwar etwas auf, kam aber von Norden, sodass wir am Anleger erst mal glattes Wasser hatten. Mit den C-Booten des Sarner Ruderclubs hatten wir gut gewählt.

Heute Mittag wurde dem Wetter getrotzt und der Grill angeworfen, Salat gemischt und Bärlauchbutter gerührt. Nach einer ausgiebigen Mittagspause, hat sich der Wind endlich gelegt. Wir wurden mit spiegelglattem Wasser belohnt und hatten eine wunderbare Ausfahrt.

Auch der Dienstag, unser Abreisetag, wurde noch für eine Ruderfahrt genutzt. Heute zeigte sich das Wetter wirklich von seiner sommerlichen Seite und nachdem sich der Nebel verzogen hatte, eröffnete sich ein wunderbarer Blick auf die immer noch verschneite Bergwelt.

Trotzdem neigten sich die ruderintensiven Tage dem Ende und die Boote mussten wieder für die Fahrt in die Heimat abgebaut und fahrsicher verstaut werden. Wir machen uns in der Hoffnung auf den Heimweg, dass wir nicht das letzte Mal hier waren.

Teilnehmer: Angelika und Kurt Lüddecke, Christa Wilhelm-Buhlmann und Frank Buhlmann, Hilde Liedloff, Uschi Wippert, Uschi Fürst, Ilona Hasper (RG Germersheim), Annette Koob, Ulrike Gordt, Detlef Ostheimer, Volker Togonal, Ralf Maaß, Bernhard Tunkl, Thomas Dresel