Das Kinder- und Jugendtraining hat begonnen


Keine zwei Wochen nach den durchaus erfolgreichen Aktionstagen an den beiden Konrad-Duden-Schulen im März klingelte schon das Telefon. Am Telefon meldete sich eine Mutter, die gerne eine Gruppe an Kindern anmelden wollte - nicht nur ihre Tochter, sondern gleich eine kleine Gruppe, bestehend aus drei Kindern! Gemeinsame Termine wurden schnell gefunden, sodass David Aras bereits am 26.03.14 drei motivierte Kinder am Verein begrüßen durfte. Bereits die große Eingangshalle mit den zwölf Ergometern sowie den Spinningbikes und unser Kraftraum sorgten für viel Begeisterung. Toppen konnte dies dann nur noch die Bootshalle! Nicht nur die Kinder, auch die Eltern staunten nicht schlecht über den großen und vielfältigen Bootspark. Bevor es jedoch hieß "Ans Boot!" wurden zuerst alle Unterschiede zwischen Skulls und Riemen, Macon und Bigblade, Gig- und Rennboot erklärt sowie all die neugierigen (Was kostet ein Boot? Wie lang ist so ein Boot? Wann dürfen wir so ein Rennboot fahren?) und vor allem wichtigen (Was ist, wenn ein Schiff kommt? Können wir umkippen? Was müssen wir machen, wenn wir kentern?) Fragen von David ausführlich beantwortet. Das Boot des Tages war die "Kurpfalz": 70 Kilogramm massives Holz an einem Stück. Das beeindruckte die Kinder - und auch die Eltern! Doch dank vereinten Kräften kein Problem für den kleinen Nachwuchs, das Boot ist heil aus der Bootshalle und dank des Transportwagens und der Bootsrolle an der Pritsche auch an einem Stück und unbeschädigt ins Wasser gekommen. Nachdem der schwierige Teil nun hinter sich gebracht wurde, ging es an das Skull einlegen und die Stemmbretteinstellung. Dank der guten Auffassungsgabe der Kinder sowie der bildlichen Anleitung von David ging auch dies ziemlich zügig von Statten, sodass es hieß: "Mannschaft stößt ab!" Um den Nachwuchs nicht zu kurz kommen zu lassen: Lena, Jule sowie Paul waren die Helden des Tages! Alle erfahrenen Ruderer kennen es: mit flachen Blättern in die Auslage, die Blätter senkrecht ins Wasser rein für den Durchzug in die Rückenlage. Hier aber nicht vergessen: erst die Beine vom Stemmbrett weg drücken und dann erst die Arme zum Zug kommen lassen. Weiter in der Rückenlage werden die Blätter senkrecht aus dem Wasser geholt, bevor dann die Arme zuerst mit flachen Blättern nach vorne gestreckt werden und dann letztlich angerollt wird. Dann wackelt das Boot noch und, und, und! Was ist mit den Unerfahrenen? Sie kennen nichts davon und dennoch: Sie alle drei haben es in kurzen fünf Kilometern geschafft, die recht schwierige koordinative Bewegung von Auf- und Abdrehen der Blätter sowie des nach vorne und hinten Rollens vorbildlich zu bewältigen. Direkt einen Tag später trafen sich Lena, Jule und Paul erneut mit David an der MRGR, diesmal mit Verstärkung von Lennart. Endlich war der Doppelvierer gefüllt und Lennart half den anderen Kindern ihren (immerhin dünnbeinigen) Steuermann durch den Hafen zu rudern. Die Sonne strahlte nicht nur mit den Kindern, sondern auch mit David um die Wette: "Ich war positiv überrascht und brachte meine Freude auch den Kindern gegenüber zum Ausdruck. Es lief am ersten Tag schon erstaunlich gut, aber was ich am zweiten Tag sah, übertraf den ersten Tag deutlich!" Ohne Probleme, nur mit einer Handvoll Krebsen hier und da, ruderten alle vier gemeinsam durch den Hafen, als hätten sie noch nie etwas anderes gemacht. Auch die Tagesaufgabe, die Wende über Backbord, wurde reibungslos gemeistert. So war es am zweiten Tag möglich, den ca. 1,5 Kilometer langen Hafen zwei Mal von Anfang bis Ende zu durchrudern und zu erkunden. Sogar ein paar schnelle Schläge waren möglich. Dokumentiert hat dies dankenswerterweise Kurt Lüddecke, der von der Brücke aus viele Bilder geknipst hat. Nachdem letztlich an Land noch gezeigt wurde, wie die Boote nach dem Rudern gepflegt werden, hieß es "Tschüss und bis Montag!" David blickt zum einen positiv auf die vergangenen Tagen zurück und wagt sich zum anderen an eine Prognose: "Die Kinder hatten unglaublichen Spaß am Rudern und glücklicherweise haben wir mit dem Wetter so tolle Ruderbedingungen gehabt. Alle vier waren nach den zwei Schnuppertagen so motiviert, dass direkt die Anfrage weiterer Termine kam. Auch Dank meines Studiums zum Sozialpädagogen ist es mir schnell möglich, locker und unkompliziert mit den Kindern in Kontakt zu treten und sie zu motivieren. Auch positiv zu verzeichnen ist die Mitarbeit der Vereinsmitglieder beispielsweise beim Tragen der Boote. Wenn wir weiter so gemeinsam an einem Strang ziehen, schaffen wir es, die Kinder- und Jugendgruppe auszubauen und, noch wichtiger, unseren jetzigen Nachwuchs fest an den Verein zu binden. Nächste Woche werden wir uns neben dem Wasser- auch noch dem Trockentraining widmen."