Regatta Nürtingen


Für ein stressfreies Anreisen sowie Aufriggern der Boote hat sich das Team um Trainer David dazu entschieden, bereits am Freitag ins Schwabenländle nach Nürtingen zu fahren. Staufrei angekommen machten sich die Aktiven und jungen Talente Jule, Lena, Katja, Claire, Lennart, Paul und Daniel an's Zelte aufbauen, sowie ans Boote aufriggern bevor es auch schon dunkel (und vor allem kalt) wurde.

 Nach einer eisigen Nacht wurde es also ernst: Nachdem Katja und Lennart bereits eine Woche zuvor in Marbach ihre ersten Rennerfahrungen gemacht haben, zog der Rest nun nach. Und der Rest war ganz schön groß - Die MRGR stellte schließlich einen gemischten Kinderdoppelvierer mit Steuermann 13 Jahre und jünger und schickte Lennart, Paul, Jule, Lena sowie Steuerfrau Claire in das Rennen gegen die erfahrenen Breisacher. Nach einem durchwachsenen Start und drei Krebsen kehrten die Youngsters erschöpft und voller Adrenalin an die Pritsche zurück. "Morgen gewinnen wir das Rennen gegen die Breisacher!", erklärte Paul siegessicher. Gesagt getan! Sonntags boten sich beide Boote auf der ersten Streckehälfte einen Bord-an-Bord-Kampf. Der Doppelvierer der Rheinaujugend fuhr am zweiten Wettkampftag ein technisch souveränes Rennen ohne diesmal einen Krebs zu fangen. Ganz anders ging es im Breisacher Doppelvierer zu. Sonntags waren sie diejenigen, die aufgrund eines Krebses als Zweitplatzierte die Ziellinie überquerten und die Rheinau sicherte sich somit den ersten Sieg im Kinderbereich!.

Katja hatte das Vergnügen sich viermal im Einer zu beweisen - sowohl im leichten als auch im schweren Einer der B-Juniorinnen. In einem eher ruhigen und durchwachsenen Rennen am Morgen musste Katja die Kontrahentinnen vom RC Forggensee und vom RC Nürtingen an sich vorbeiziehen lassen. Im leichten Einer am Abend hatte Katja ebenfalls die Ruderin vom Forggensee als Gegnerin. Wie am morgen musste sie sich am Ende geschlagen geben - dieses Mal jedoch mit einem knapperen Ausgang dank erhöhter Schlagzahl! Insgesamt präsentierte sich Katja auch sonntags leistungsstark und konnte ihre Leistung von Rennen zu Rennen steigern. Sie konnte zwar keines ihrer Rennen gewinnen, jedoch immer mehr im Feld mithalten. Es ist an dieser Stelle nochmal zu betonen, dass Katja erst seit August rudert und sich mit rennerfahrenen Ruderinnen messen musste!.

Daniel startete ebenfalls bei den Junioren in der Altersklasse B. Unser Leichtgewicht musste jedoch aufgrund der "schlechten" Ausschreibung bei den Schwergewichten mitrudern. Mit neuem Boot und guten Ergebnissen in den Vorbereitungsrennen ging Daniel mutig an sein Rennen heran. Am Start jedoch war die Nervosität so groß, dass letztlich alle froh waren, als er wieder trocken an der Pritsche angelegt hatte. Sonntags ruderte Daniel wesentlich sauberer und konnte hier in einem Endspurt auch noch einmal Zeit gut machen und verfehlte ganz knapp Platz drei..

Lennart startete zusätzlich zum Doppelvierer noch im leichten Jungeneiner. Hier konnte er an sein gutes Ergebnis aus Marbach anknüpfen und bot bis zum Ende einen Bord-an-Bord-Kampf um Platz eins. Leider gab es für den jungen Ruderer nur den zweiten Platz, er zeigte jedoch ein eindrucksvolles Rennen! Sonntags änderte sich an dem Ergebnis im gleichen Vier-Boote-Feld nichts und auch hier belegte Lennart den zweiten Platz..

"Zufriedener kann ich kaum sein! Katja und Lennart haben sich im Vergleich zur Regatta Marbach steigern können und zeigten ebenso wie Daniel Fortschritte von Rennen zu Rennen. Das wir dieses Jahr einen rennfähigen Kinderdoppelvierer aufs Wasser bekommen, hatte wohl am Anfang des Jahres niemand für möglich gehalten - dass er dann noch gewinnt ist unglaublich. Jetzt wissen alle wie Regatta funktioniert - wobei die Nervosität selbstverständlich bleibt. Hier üben wir uns für das nächste Jahr in Routine und dann wird sicherlich der ein oder andere Sieg mehr dabei sein. Aber dafür, dass die Kinder und Jugendlichen erst seit 6 Monate oder gar noch kürzer rudern, haben sie es gemeistert wie die Großen!", resümiert David den Auftritt der siebenköpfigen Rheinaujugend.