Bundeswettbewerb 2015 in Hürth


Mittlerweile oft erwähnt, dennoch geht es runter wie Öl: nach neun Jahren Abstinenz qualifizierte sich wieder ein Rheinauer Boot für den Bundeswettbewerb! Paul Niklas und Luis Czerwenka waren die glücklichen Teilnehmer aus Mannheim und starteten im Leichtgewichtsdoppelzweier der 12/13 Jährigen auf der größten Veranstaltung des Deutschen Ruderverbandes. Mit Temperaturen bis 40 Grad wurde es ein heißes und anstrengendes Wochenende für die über 1000 Jungen und Mädchen aus ganz Deutschland, die sich in Hürth auf dem Otto-Maigler-See beim diesjährigen Bundesentscheid gemessen haben. Mitgereist nach Hürth waren auch weitere 50 junge Ruderinnen und Ruderer samt trainer und Betreuer aus Baden-Württemberg. Als Team BaWü traten sie gegen die Mannschaften der anderen 15 Bundesländer auf der Langstrecke, beim allgemeinathletischen Zusatzwettbewerb und der Bundesregatta mit 1000 Metern Streckenlänge gegeneinander an.

Aufgrund der extremen Temperatur wurde die Langstrecke am ersten Wettkampftag auf 2000 Meter ohne Wende verkürzt. Zwar entfiel damit auch die bis zum Umfallen geübte Wende im Rennen, aber die Jungs waren bei 38 Grad wenig böse darüber. Bei der Siegerehrung am Abend zur Langstrecke gab es die ersten Medaillen für Baden-Württemberg - und eine ganz besondere ging auch nach Mannheim: Paul und Luis gewannen in ihrer Abteilung die Silbermedaille und reihten sich so neben vier weiteren Boote aus Baden-Württemberg in das große A-Finale am Sonntag ein! "Mit einer A-Finalteilnahme hat wohl keiner gerechnet. Dass wir zurecht unsere beiden Sportler nach Hürth schicken, zeigten die Entwicklungen der letzten Wochen. Sowohl technisch als auch mannschaftlich hat der Doppelzweier seine Richtung gefunden. Paul und Luis konnten sogar ihre Konkurrenz aus Baden-Württemberg hinter sich lassen und zogen als schnelleres Boot in das A-Finale ein - vor nicht einmal 5 Wochen hatte das zweite Boot aus Baden-Württemberg noch eine gute Minute Vorsprung auf der Langstre-cke!", freute sich Jugendtrainer David.

Da für Samstag in Hürth die höchsten Temperaturen vorhergesagt wurden, wurde auch hier eine Übung gestrichen und bereits früh morgens begonnen. Beim Weitsprung, Medizinballwerfen oder Japantest traten Zehnergrüppchen der Landesjugenden gegeneinander an. Und auch hier ging ein Rheinauer nicht leer aus: Luis gewann mit seiner Riege Silber und sorgte somit für einen hervorragenden historischen neunten Platz in der Gesamtwertung für das Team BaWü.

Auch am letzten Tag des BW wurde früh begonnen, um der Mittagshitze auszuweichen. Bereits um 7:30 Uhr gingen die ersten Boote aufs Wasser. Besonders spannend waren die A-Finalläufe, in denen die schnellsten Ruderer der Langstrecke gegeneinander antraten. Überwältigt von dem bisherigen Erfolg fuhren unsere Jungs auf den bundesweiten sechsten Platz. "Gerade aufgrund der engen Zeitabstände haben sich Luis und Paul eine Platzierung weiter vorne gewünscht. Über den sechsten Platz waren sie dann zwar etwas enttäuscht, aber nach kurzer Zeit wurde Ihnen dann doch wieder die bundesweite Platzierung bewusst und freuten sich umso mehr in ihrem ersten Ruderjahr einen solchen Erfolg zu haben" resümiert David den Auftritt seiner Jungs beim Bundeswettbewerb 2015. Mit einem freudigen Empfang der gesamten Rheinaujugend und der Eltern wurden die Sportler in unserem Bootshaus beglückwünscht und man ließ den Tag mit Kuchen ausklingen.