Jugendtrainingslager in Saalburg-Ebersdorf


Die gesamte Gruppe

Direkt im Anschluss an das erfolgreiche Abschneiden der Rheinaujugend auf dem Mannheimer Stadtachter, machte sich nahezu die komplette Jugendabteilung mit ihrem Trainer David und Betreuer Dennis auf den Weg ins schöne Thüringen nach Saalburg-Ebersdorf an die Bleilochtalsperre. Begleitet wurde die Rheinauer Truppe von Stefan (MRVA) und Esther (MRC).

Da der Schwerpunkt unserer Jugendarbeit nicht primär auf den Leistungssport gerichtet ist, sondern dem Breitensport ebenso viel Beachtung geschenkt wird, stand neben Rudern, Laufen, Krafttraining und Ergometer auch Spiel und Spaß auf dem Programm: ein Tagesausflug in ein Erlebnisbad, eine Nachtwanderung, ein Besuch im Kletterwald sowie Grillen mit abschließendem Lagerfeuer und Stockbrot.

Motiviert von den Erfolgen der Stadtachterregatta blickte man vor Ort an der Bleilochtalsperre ernüchtert auf den See. Das schlechte Wetter von Tief Niklas bescherte den Mannheimer Ruderinnen und Ruderern nichts außer Wind, Regen, Kälte und einen Schneesturm. To make a long story short: Nachdem unser Motorboot durch den stürmischen Wind und Wellengang von der Verankerung gerissen wurde, mit Neoprenanzügen aus dem eiskalten Stausee gezogen werden musste und die ersten Boote aus den Böcken geweht wurden, wurde das Trainingslager kurzerhand zur Sicherheit der Aktiven und zu Gunsten des Bootsmaterials nach drei Tagen abgebrochen. Zwar konnte man in einer kleinen Kletterhalle auf etwas Trockentraining ausweichen, jedoch wurde es auch hier recht schnell eng und die schlechte Wetterlage sorgte stellenweise für ein echtes Stimmungstief. Auch die Erkundung weiterer Abschnitte des über 50 km langen Stausees sowie der Austausch mit dem dortigen Ruderverein in Bad Lobenstein konnten kein „ruderbares“ Revier hervorbringen. „Der Abbruch ist sehr, sehr schade. Das Seesport- und Erlebnispädagogische Zentrum, in dem wir Unterkunft gefunden haben, verfügt über ein großartiges Gelände. Leider konnten wir es nicht vollumfänglich nutzen und letztlich konnten wir auch froh sein, die einzigen Gäste gewesen zu sein – so hatten wir die Kletterhalle zu unserer alleinigen Nutzung und konnten spontan je nach Wetterlage handeln.“, fasst Trainer David die erlebten Eindrücke zusammen.

Doch in einem waren sich alle Teilnehmer sicher: das Trainingslager wird nicht gänzlich abgebrochen, sondern im heimischen Bootshaus fortgeführt. Nach sechsstündiger Heimfahrt schlug man sodann im Rittersaal ein Schlaflager auf, es wurde für die Selbstverpflegung eingekauft und das Bootshaus zur Multimediahalle mit einer Beamerleinwand für die geimeinsamen DVD-Abende umfunktioniert.

Leider konnten wir auch in Mannheim aufgrund des Windes nur zwei Mal aufs Wasser, jedoch hatte man durch den Kraftraum und mit Hilfe der Ergometer und Spinningbikes ausreichend alternatives Sportprogramm. Auch das fehlende Motorboot, welches bei dem Sturm in Saalburg-Ebersdorf zu Schaden kam, machte dem Wassertraining im Punkt der Betreuung einen Strich durch die Rechnung. Jedoch galt auch in Mannheim: Neben all dem Sport darf der Spaß nicht zu kurz kommen! Anstelle des Saalemaxx in Thüringen wurde daher das Miramar in Weinheim besucht, ebenso wurde der Grillabend bei Sonnenschein nachgeholt.

Fazit des Trainers: „Wir hatten wahrlich Pech mit dem Wetter und das Trainingslager ist im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht worden bzw. ins Wasser gefallen. Dennoch haben wir mit unserem Alternativprogramm im heimischen Bootshaus mindestens genauso viel Spaß gehabt und unsere Motivation nicht abklingen lassen. Zwar kam der sportliche Part stellenweise zu kurz, jedoch haben wir noch ein paar Wochen Zeit, bis die Regattasaison so richtig beginnt!“