Mannheimer Stadtachter


Das Meldeergebnis der Mannheimer Stadtachter-regatta verbuchte eine Steigerung gegenüber des Vorjahres. Maßgebend daran beteiligt waren neben der Eberbacher und Karlsruher Teilnahme die jungen Ruderer aus Rheinau – so war die Rheinaujugend in zehn Rennen gemeldet, wovon fünf souverän gewonnen wurden!

Direkt im ersten Rennen meldete sich die RG Rheinau im Mannheimer Regattageschehen eindrucksvoll zurück: Lennart konnte mit seinen Bootskameraden Moritz, Julian und Benedikt aus Karlsruhe und unserer Jule als Steuerfrau im Jung 4x+ 13/14 Jahre deutlich vor dem Vereinsboot der RG Eberbach den Bugball über die Ziellinie rudern. Beflügelt von diesem Sieg wurde direkt ein Ritual eingeführt, die Siegerselfies mit dem Trainer unmittelbar nach dem Sieg auf der Siegerpritsche. Für Lennart sollte es jedoch nicht das einzige Siegerfoto gewesen sein. Im Rennen des leichten Einers der 14-Jährigen Jungen erwartete Trainer David ein Kopf-an-Kopf-Rennen: „Lennart startet gegen Samuel vom RV Amicitia. Bei der letzten Begegnung auf der Marbacher Ruderregatta gewann Samuel noch deutlich vor Lennart; die letzten Ergowerte jedoch zeigten, dass Lennart nun, zumindest auf der virtuellen Strecke, schneller ist.“ Letztlich sollte es sich nicht auf die virtuelle Strecke beschränken und Lennart konnte seinem Mannheimer Kontrahenten eine gute Bootslänge vorne weg fahren!

Ein weiteres Mannschaftsboot stellte die Rheinaujugend im gemischten Kinderdoppelzweier 13/14 Jahre. Hier startete Lena gemeinsam mit Paul gegen zwei Boote aus Eberbach. Da ein gemeinsames Training aufgrund der windigen Situation im heimischen Hafen kaum möglich war, konnten sich die beiden Ruderer im Vorfeld bootstechnisch nicht aufeinander abstimmen. Doch im Rennen davon keine Spur, die beiden Youngsters legten sich vom Start weg an die Spitze des Drei-Boote-Feldes und bauten ihren Vorsprung in einem technisch schön geruderten Rennen aus sodass es im Ziel hieß: „Gewonnen hat die Mannheimer RG Rheinau!“. Neben dem Doppelzweier stellten sich Lena und Paul auch noch im leichten Einer ihres Jahrganges. Lena hatte es mit erfahrenen Bundeswettbewerbskandidaten und während des Rennens mit dem ein oder anderen Krebs zu tun. Nicht siegreich, aber dennoch stolz, sich der Konkurrenz aus Eberbach gestellt zu haben, kehrte Lena wieder ans Land zurück. Das wohl spannendste Rennen lieferte Paul. Er musste sich im leichten Einer der 13-Jährigen mit einem Wimpernschlag geschlagen geben. Doch auch hier von Motivationsverlust keine Spur, Paul versicherte beim nächsten Mal noch mehr Gas zu geben – etwa gleiches versprach Paul schon auf der Nürtinger Ruderregatta was ihm dann am Folgetag den ersten Sieg bescherte. Wir dürfen also gespannt sein!

Ähnlich knapp lies es Katja im Einer der leichten A-Juniorinnen ausgehen. Mit rasant hoher Schlagzahl fuhr Katja die 500 Meter kurze Strecke bis ins Ziel runter und musste sich letztlich gegen die Ruderin aus Ludwigshafen mit einem halben Luftkasten geschlagen geben. „Gerade nach dem ersten Platz im Sprintrennen auf dem Ergocup in Ludwigshafen wäre ein erster Platz für Katja auf der Sprintregatta in Mannheim ein weiterer positiver Schritt gewesen. Jetzt hat es zwar nicht gänzlich geklappt, jedoch lässt der spannende Zieleinlauf auf weitere spannende Rennen hoffen!“, resümiert David Katjas Rennen.

Einen weiteren Doppelerfolg schaffte unser dünnbeiniger B-Junior Daniel. Nachdem Daniel mit seinem Bootskameraden Jakob aus Eberbach in unserem neuen Jugendboot seinen ersten Sieg im leichten Junior B-Doppelzweier einfahren konnte, bewies er sein Können zwei Stunden später erneut im leichten Einer der B-Junioren und lies sich 500 Meter später die zweite Medaille um den Hals hängen.

Das letzte Rennen mit Rheinauer Beteiligung bestritt unsere Handicapruderin Claire im Rennen des regulären Einers der leichten 12-Jährigen Mädchen. Dieses Rennen konnte zwar nicht gewonnen, so musste Claire die Ruderin aus Eberbach mit einer Länge an sich vorbei ziehen lassen, dennoch zeigte Claire in ihrem ersten Rennen einen wahnsinnigen Kampfgeist und hat bis zum Ende nicht aufgegeben und die Schlagzahl hoch gehalten – Bravo!