Qualifikationsregatta Baden-Württemberg


Der Bundeswettbewerb ist eine dreitägige Veranstaltung, bestehend aus der 3000 Meter Langstrecke, einem Zusatzwettbewerb mit allgemeinathletischen Sportaufgaben sowie der Bundesregatta über 1000 Meter. In diesem Jahr hat sich der Qualifikationsmodus für den Bundeswettbewerb etwas geändert. Konnte man sich bis 2014 noch über ein Punktesystem auf den Regatten Mannheim und Heidelberg einen der zwei offenen Plätze ergattern, hat die Ruderjugend Baden-Württemberg in diesem Jahr eine zentrale Qualifikationslangstreckenregatta ausgetragen. Veranstalter im ersten Jahr war der Ruderverein Esslingen. Am Start für die Rheinau waren Lennart Gulde im Jungen 1x 14 Jahre LG, Lena Binmöller im Mädchen 1x 14 Jahre LG sowie Luis Czerwenka und Paul Niklas im Jungen 2x 12/13 Jahre LG.

Lena hatte während der 3000 Meter langen Strecke nicht den gewünschten Rhythmus gefunden und war daher mit ihrer Leistung nicht gänzlich zufrieden. Auch ihre Konkurrentinnen machten der jungen Ruderin eine Strich durch die Qualifikationsrechnung: so ruderte sie gegen zwei Ruderinnen aus Stuttgart und Lauffen, die beide bereits in den vergangenen zwei Jahren erfolgreich auf dem Bundeswettbewerb gerudert waren. Dennoch war Esslingen für Lena eine Reise wert und sie konnte wichtige Rennerfahrung sammeln.

Das härteste umkämpfte Feld war garantiert der Leichtgewichtseiner der 14-jährigen Jungen. Alle Sportler dieser Bootsklasse waren die schnellsten Einerruderer an diesem Tag - sogar schneller als die Schwergewichte und so manches Mannschaftsboot. Lennart beeindruckte bereits auf der Langstrecke Mannheim mit einem Sieg über die 3000 Meter Strecke und hatte daher eine gute Ausgangsposition, einen der beiden Startplätze zu ergattern. "Die Streckenzeiten von Lennart während des Rennens waren sehr gut und zeigten, dass er unter die TOP 3 Baden-Württembergs gehört. Leider konnte Lennart seine Konzentration bei der Wende nicht aufrecht erhalten und er brauchte fast doppelt so lange zum Wenden wie seine Mitstreiter. In der Gesamt-zeit machte dies eine Differenz von knapp 20 Sekunden. Da die Zieleinläufe in seiner Bootsgattung sehr eng beieinander lagen, hat es Lennart leider nicht geschafft, einen der beiden Startplätze zu erhalten.", fasste trainer David Aras Lennarts Rennen zusammen.

Das letzte Rennen lieferte der Rheinauer Jungendoppelzweier. Auch Paul und Luis hatten erhebliche Probleme, sich in das Rennen einzufinden. Dennoch: mit einem zweiten Platz und guten Vorergebnissen der Regatten Mannheim, Heidelberg und Gießen wurden beide Sportler für den Bundeswettbewerb 2015 in Hürth nominiert und dürfen somit neben den Vereinsfarben auch den Landesruderverband Baden-Württemberg repräsentieren.

Vor genau neun Jahren startete der letzte Rheinauer Ruderer auf dem Bundeswettbewerb, ebenfalls in Hürth. Wolfram belegte dort den bundesweiten dritten Platz - vielleicht ein gutes Omen?