Sommerfest 2015


Der Morgen unseres Sommerfests begann mit den vorhergesagten starken Regenschauern. Würde das Wetter halten oder würden wir die Veranstaltung in die Halle verlegen müssen?

Bereits am Vortag waren im Hof die Biertischgarnituren aufgestellt und die Lichterketten aufgehängt worden. So war außer dem Tischschmuck verteilen und dem Sau grillen eigentlich nichts mehr zu tun.

Gegen 12:30 Uhr traf sich das Grillteam, bestehend aus Ralf, Hannes und Bernhard und begann mit den Vorbereitungen: Feuer machen und die Sau für den Spieß fertig machen. Um 14 Uhr begann sich die Sau über dem Holzfeuer zu drehen. Das ist eine besonders schonende und saufreundliche Methode, um so ein leckeres Borstenvieh zuzubereiten. Die Sau braucht in ihren letzten Stunden nicht zu frieren, man muss nur darauf achten, dass sich der Grill nicht zu schnell dreht, damit dem armen Vieh nicht schwindlig wird.

Irgendwann nach 15 Uhr wurde der Himmel erneut schwarz und ein heftiger Schauer prasselte hernieder, der uns befürchten ließ, das Feuer würde ausgehen. Doch wir hatten Glück und das Feuer konnte sich gegen den Regen behaupten. Der Sau war die kleine Abkühlung willkommen, doch das Grillteam kannte keine Gnade. So langsam färbte sich die Schwarte braun und gegen 17:30 Uhr war es dann soweit: Die dunkelbraune Schwarte, für Kenner ein Leckerbissen, wurde entfernt (und vom Grillteam gleich probiert). Danach drehte sich die Sau bei vermindertem Feuer, aber gleicher Drehzahl, noch etwa eine Stunde weiter.

Mittlerweile war auch Thomas, unser Koch, eingetroffen, der die Sau fachmännisch zerlegen sollte. Kurz nach 19 Uhr, der Hof war mittlerweile ordentlich gefüllt, erfolgte die Freigabe durch unseren Vorsitzenden Jörg Fischer und der Ansturm auf die Portion Sau nebst verschiedenen Salaten begann. Die Gespräche wurden leiser, die Schmatz- und Schlürfgeräusche nahmen dafür merklich zu. Von Beginn an dabei war der Vorsitzende des Sportkreises Mannheim, Michael Scheidel, später gesellte sich der amtierende Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, mit seiner Gattin hinzu.

Unsere zahlreich vertretene Ruderjugend ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, Photos gemeinsam mit Oberbürgermeister und Betreuern zu machen.

Für diejenigen, die entweder von der Portion nicht satt geworden waren oder deren Verdauung dafür gesorgt hatte, dass schon wieder Löcher in der Magengegend spürbar waren, gab es als Nachtisch eine kleine, aber feine Käseauswahl. Für diejenigen, die Süßes bevorzugten, war Tiramisu angesagt.

Bei angenehmen Temperaturen und stimmungsvoller Hintergrundmusik konnten die Anwesenden in Erinnerungen schwelgen oder einfach nur tiefsch(l)ürfende Gespräche führen. Ab 23 Uhr lichteten sich die Reihen spürbar, insbesondere die Älteren zog es unwiderstehlich in Richtung Schnarchgemach.

Einige wenige Helfer räumten noch die Reste weg und brachten die Küche in Ordnung, dann war das Sommerfest 2015 auch schon wieder Geschichte.

Aber die Sau war dieses Mal richtig lecker…