Klassifizierung der Handicapruderer


Auf Einladung vom Cheftrainer der deutschen Pararudermannschaft reiste unsere 13-Jährige Nachwuchssportlerin Claire Janicki zur Handicapklassifizierung ins sonnige Italien nach Gavirate. Seit 2013 gibt es im Pararennruderbereich fünf Bootsklassen:

 

• AS Frauen-Einer (ASW1x)

• AS Männer-Einer (ASM1x)

• TA Mixed-Doppelzweier (TAMix2x)

• LTA Mixed-Doppelzweier (LTAMix2x) – nicht paralympische Bootsklasse

• LTA Mixed-Vierer mit Steuermann (LTAMix4+)

 

Dabei bedeuten A engl. arms: Arme, S engl. shoulder: Schulter, T engl. trunk: Rumpf, L engl. legs: Beine und bezeichnet, welche Körperteile sie benutzen können. Also AS nur Arme und Schulter, der Rumpf wird nicht eingesetzt. Die TA- und LTA-Boote werden gemischtgeschlechtlich gerudert. Alle Rennen werden über 1000 Meter ausgetragen (Quelle: www.rudern.de/para). Damit Claire offiziell auf einer Handicapregatta bzw. in einem internationalen Vergleich als Pararuderin starten darf, war eine Klassifizierung notwendig. Nach verschiedenen Kraft- und Nerventests sowie Bewegungsanalysen auf dem Ruderergometer und im Einer auf dem Wasser wurde Claire in die Klasse der LTA Ruderer klassifiziert. Gleichzeitig fand in Gavirate die letzte Qualifizierungsmöglichkeit für die Paralympics in Rio de Janeiro statt, sodass Claire auf Pararuderinnen und –ruderer aus der ganzen Welt traf und die deutsche Paralympische Nationalmannschaft mit anfeuern konnte.