Ländervergleichskampf 2016


In diesem Jahr stellte unser Verein auf ganz besondere Art unter Beweis, dass man bei uns nicht nur spontan sein kann, sondern darüber hinaus noch unglaublich produktiv, wenn es darauf ankommt: Da der ursprüngliche Ausrichter des Ländervergleichskampfes aus Rheinland-Pfalz neun Tage vor der Veranstaltung die Übernachtung der Sportler nicht gewährleisten konnte und somit die Regatta absagen musste, entschloss man sich kurzerhand zur Ausrichtung in unserem Hafen.

„Der LVK stellt für die Nachwuchssportler eine ganz besondere Regatta dar. Entgegen der Ruderwettkampfregeln dürfen die Kinder hier vereinsübergreifend in Länderbooten gegeneinander antreten. Die Sportler verabreden sich Monate im Voraus bereits zu den Booten und freuen sich riesig mit ihren Freunden aus den Nachbarvereinen ein Rennen bestreiten zu können. Eben etwas ganz Besonderes. Eine Absage hätte für große Enttäuschung bei den Sportlern gesorgt“, erklärt David Aras, der neben seiner Rolle als Jugendleiter und -trainer unseres Vereins auch baden-württembergischer Landesjugendleiter ist, das spontane Einspringen. 

Für den Verein mit Dennis Müller als Organisationsleiter galt es nun innerhalb von neun Tagen eine Regatta für über 200 Kinder und Jugendliche zu planen. Viele Nächte wurden durchgearbeitet, viele Tage wurde auf- und umgebaut und das komplette Bootshaus auf den Kopf gestellt. Der Mannheimer Regattaverein stellte freundlicherweise neben Katamaranen für die Wettkampfrichter auch die vollständige Schiedsrichterausrüstung und Startnummern. Und die eingelegten Nachtschichten haben sich gelohnt: Was unser Verein in so kurzer Zeit aus dem Boden gestampft habt war sensationell! Der Ländervergleichskampf begann pünktlich, alle Vereine haben einen Platz für ihre Boote gefunden, es gab keine Verzögerungen in den Rennen, flüssige Bewegungsabläufe an der Pritsche und faire Wettkampfbedingungen für alle Sportlerinnen und Sportler auf der knapp 500 Meter langen Strecke im Hafen waren gewährleistet. Auch für die Verpflegung war bestens gesorgt, nicht zuletzt durch unsere Mitglieder und die Eltern unserer Jugend!

Doch nicht nur die Organisation konnte sich sehen lassen, auch aus sportlicher Sicht zeigten sich die Rheinaujugend in Topform! Die Lokalmatadoren durften am ersten Wettkampftag acht Mal am Siegersteg anlegen und trugen so wesentlich zur frühen Führung des „Team BaWü“ bei. Hier ist insbesondere unser Regattaneuling Liam Gutknecht zu nennen, der in seinem ersten Rennen überhaupt problemlos einen Sieg einfahren konnte.

Am zweiten Wettkampftag streiften die Kinder und Junioren ihre Ländertrikots über und kämpften um die finalen Punkte für den Wanderpokal. Ganze 50 Vierer und 20 Achter gingen an den Start. Auch hier zeigte sich das „Team BaWü“ in Topform, musste jedoch gerade in den Achtern den starken Booten aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland den Vortritt lassen. In den Vierern hingegen dominierten die in schwarz-gelb gekleideten Sportler die Rennen und bauten ihren Vorsprung in der Punktewertung um komfortable 400 Punkte aus. Freudestrahlend konnte David Aras den Wanderpokal für seine jungen Ruderinnen und Ruderer aus Baden-Württemberg in Empfang nehmen: Die Mädchen und Jungen von Neckar, Hochrhein, Donau und Bodensee gewannen die Gesamtwertung des 22. Ländervergleichskampfes (LVK) deutlich vor den Teams aus Bayern, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. 

„Ich bin maximal stolz auf unser Team BaWü! Das wir unseren Titel im eigenen Bundesland so triumphal verteidigen konnten ist der Wahnsinn“, freute sich David Aras und war zurecht stolz über die Veranstaltung, die hier auf die Beine gestellt wurde: „Wir werden erst in ein paar Tagen realisieren, was wir binnen kürzester Zeit geschafft haben. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung ohne Zwischenfälle. Alle Anwesenden schenkten uns ein so tolles und herzliches Feedback. Dies wäre natürlich nicht ohne die zahlreichen freiwilligen Helfer gelungen! Somit ein riesen Dankeschön an alle, die beim Ländervergleichskampf mitgewirkt haben und an die teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler sowie deren Trainerinnen und Trainer, die den „Umweg“ nach Mannheim auf sich genommen haben.“